Rechte Ethik

Nur für GegenUni-Studenten

Religion

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Über »Rechte Ethik«

1. Flüchtlingskrise, Klimakrise, Coronakrise: Seit 2015 erleben wir eine immer stärkere Moralisierung des politischen Diskurses. Sachargumente wie etwa bezüglich der Kosten oder der Sinnhaftigkeit politischen Handelns rücken zunehmend in den Hintergrund – wer an sie appelliert, wird in den Massenmedien und an den Universitäten schnell in die Ecke der Kaltherzigkeit und Unmenschlichkeit gestellt.

2. Dieser Kurs soll Grundzüge einer rechten politischen Ethik aufzeigen und somit seine Teilnehmer befähigen, moralischen Vorwürfen standzuhalten und ihnen argumentativ entgegenzutreten. Wir wissen bereits, was wir nicht wollen. Nun aber ist es an der Zeit, der Öffentlichkeit einen Gegenentwurf anzubieten, der unsere eigenen Werte darstellt und die Vision einer Gesellschaft entwirft, in der wir leben möchten.

3. Eine ethische Debatte braucht Raum und Zeit für den Austausch von Argumenten. Aus diesem Grund wird das Seminar besonderen Wert auf Diskussionssitzungen legen, die unabhängig von den Seminareinheiten terminiert werden. Darüber hinaus gibt es am Ende Wintersemesters zusätzlich zum regulären Test die Möglichkeit einer personalisierten schriftlichen Prüfung beim Dozenten.

Rechte Ethik

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Hier finden sich die Audio- und Videoplaylisten zum Kurs.

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Nur für GegenUni-Studenten Einführung

Die erste Einheit beleuchtet die grundlegenden Fragestellungen des Seminars: Wie kann eine Rechte Ethik aussehen, worauf kann sie sich beziehen und wie verhält sie sich zu anderen Wertesystemen? Leider ist bei der Ausstrahlung die Präsentation auf der 1. Folie stehen geblieben. Die Folien sind verlinkt; den Zuschauern wird empfohlen, diese Einheit als Audio zu hören und die Folien dazu anzuschauen.

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Nur für GegenUni-Studenten Was bisher geschah

Die zweite Einheit behandelt Grundbegriffe der Ethik: Utilitarismus, Kontraktualismus, Naturzustand, hypothetische & kategorischer Imperative – das Verständnis dieser Begriffe ist Voraussetzung für ein konsistentes und systematisches System rechter Ethik.

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Nur für GegenUni-Studenten Moderne »Werte«

Das Thema der dritten Sitzung: Die Moderne und ihre Wertekonflikte – Generativität vs. Individualismus, Tugendethik vs. Gesinnungsethik, Stabilität vs. Flexibilität.

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Nur für GegenUni-Studenten Gesinnungs- und Verantwortungsethik

Die vierte Sitzung widmet sich der Gegenüberstellung von Gesinnungs- und Verantwortungsethik. Die Leitfrage lautet: Ist eine rechte Ethik notwendigerweise eine Verantwortungsethik, die sich von der (linken) Gesinnungsethik abgrenzt, oder gibt es auch Platz für Elemente einer Gesinnungsethik im rechten Wertesystem?

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Nur für GegenUni-Studenten Kardinalstugenden

Das Thema der fünften Sitzung: Was ist eine Kardinalstugend? Wir beleuchten hierbei die Antworten verschiedener Philosophen auf diese Frage -von Aischylos über Platon und Cicero bis hin zu Herbart und Pieper. Über diese Herangehensweise wollen wir zur übergeordneten Frage vordringen: Was ist das Ziel allen Strebens?.

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Nur für GegenUni-Studenten Herrenmoral und Sklavenmoral

In dieser Folge haben wir uns kritisch mit Moral beschäftigt und uns gefragt: Gibt es einen Beweis dafür, dass ein Mensch gut handelt, weil er tatsächlich gut ist? Dann widmen wir uns Nietzsches eigener Theorie: Was ist Herren- was Sklavenmoral und wie äußert sich das in der Politik? Führen Ideale zwangsläufig zu Heuchelei? Ist Mitleid eine sinnvolle Grundlage von Moral?

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Nur für GegenUni-Studenten Notwehrrecht und Notwehrpflicht

Diese Einheit ist eine philosophische Apologie defensiver Gewalt. Sie ist nicht nur gesetzlich erlaubt, sondern sogar unter bestimmten Umständen verpflichtend. Sie kann uns einen neuen Bock auf innere Sicherheit zeigen, da sie in hohem Maße präventiv wirkt und die Schäden möglicher Opfer stark eindämmt. Wir haben also einen hohen Bedarf nach dieser ethischen Norm. Wir werden hierzu zunächst anschauen, welche gesetzlichen Grundlagen es gibt und inwiefern diese moralischen Vorstellungen entsprechen (Anm.: Das tun sie!) und dann den Fokus auf die moralische Erweiterung legen: Wann ist ein Mensch verpflichtet, sich und andere zu verteidigen? Welche Rolle spielt die Verteidigungsfähigkeit des möglichen Verteidigers? Welche Rolle spielt seine Beziehung zum Opfer?

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Nur für GegenUni-Studenten Warum Strafen?

In dieser Vorlesung geht es um die vier Straftheorien: Sühnetheorie, Vergeltungstheorie, Generalprävention und Spezialprävention. Wichtige Thesen sind unter anderem: Zu einer wirksamen Generalprävention benötigt man ein breiteres Repertoire von Strafen, besonders eine Ergänzung durch Strafen, die das soziale Ansehen des Täters vermindern, ihrer Funktionsweise nach also wie eine Ehrenstrafe wirken Wird einseitig nach Gerechtigkeit oder Prävention gehandelt, empfindet das der Bürger als ungerecht: Beide Aspekte müssen daher berücksichtigt werden Die Spezialprävention ist die herrschende Theorie. Sie hat die größten Ausschläge im Strafmaß, je nachdem wie man Täter grundsätzlich beurteilt. Da jedem Täter Resozialiserungsfähigkeit unterstellt wird, kommt es zu vielen Skandalurteilen: etwa ein Antiaggressionstraining als alleinige Auflage für einen schweren Gewalttäter. Daher muss wieder anerkannt werden, dass es Schicksalsverbrecher gibt, die niemals in der Lage sein werden, ein straffreies Leben zu führen.

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Nur für GegenUni-Studenten Moral Foundations Theory

In verschiedenen Kulturen treten manche moralischen Motive immer wieder auf. Gleichzeitig können die konkreten Normen sehr verschieden sein. Einen Erklärungsansatz bietet die Moral Foundations Theory, die fünf bzw. sechs moralische Wertgrundlagen kennt, die je nach Kultur oder politischer Richtung verschieden ausgeprägt sind. Wir werden uns den Differenzen zwischen Rechts und Links widmen und im Rahmen des Wertes Loyalität aufzeigen, welche Hindernisse daraus für die Integration erwachsen können.

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Nur für GegenUni-Studenten Geschlechtsspezifische Tugenden

In dieser Vorlesung geht es um die vier Straftheorien: Sühnetheorie, Vergeltungstheorie, Generalprävention und Spezialprävention. Wichtige Thesen sind unter anderem: Zu einer wirksamen Generalprävention benötigt man ein breiteres Repertoire von Strafen, besonders eine Ergänzung durch Strafen, die das soziale Ansehen des Täters vermindern, ihrer Funktionsweise nach also wie eine Ehrenstrafe wirken Wird einseitig nach Gerechtigkeit oder Prävention gehandelt, empfindet das der Bürger als ungerecht: Beide Aspekte müssen daher berücksichtigt werden Die Spezialprävention ist die herrschende Theorie. Sie hat die größten Ausschläge im Strafmaß, je nachdem wie man Täter grundsätzlich beurteilt. Da jedem Täter Resozialiserungsfähigkeit unterstellt wird, kommt es zu vielen Skandalurteilen: etwa ein Antiaggressionstraining als alleinige Auflage für einen schweren Gewalttäter. Daher muss wieder anerkannt werden, dass es Schicksalsverbrecher gibt, die niemals in der Lage sein werden, ein straffreies Leben zu führen.

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Nur für GegenUni-Studenten Das Tabu als Schutzfunktion

Körperflüssigkeiten, Sex, Krankheiten und dein Kontostand: Alles soll enttabuisiert werden - doch dabei haben Tabus einen ganz konkreten Zweck: Sie wirken wie ein Warnschild vor einem Minenfeld der Konversation. Entfernt man das Warnschild, kann sich jeder Akteur auf dem Minenfeld frei bewegen. Die Folge: Immer mehr Minen gehen hoch...

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Nur für GegenUni-Studenten Recht auf Leid

Diese Einheit beschäftigt sich mit der Frage: Gibt es ein Recht auf Leid?

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Nur für GegenUni-Studenten Wie Moral ausgeschaltet wird

Kann man seine moralischen Überzeugungen außer Kraft setzen?

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