Über »Kulturelle Evolution«
Warum ist der Mensch wie er ist? Ist es seine Genetik und Geburt oder sein Umfeld, seine Kultur und Sozialisation, die ihm seine Eigenschaften verleiht?
Dieser Streit währt nun seit sehr langer Zeit - bislang konzentrierte sich die politische Rechte auf die Veranlagung. In dieser Vorlesungsreihe soll es um die Komponente der Kultur gehen - warum verhält sich der Einzelne auf eine bestimmte Weise, woher erwerben Kollektive ihre Traditionen, Gewohnheiten und Institutionen? Wie entstehen Strukturen und welche Wirkung haben sie?
Was verbreitet sich, was setzt sich durch – und warum?
Ob politische Ideen, gesellschaftliche Normen oder Identitäten: Die kulturelle Evolution bietet ein analytisches Skalpell in unserem politischen Instrumentarium, mit dem wir einen tiefen und präzisen Wandel durchführen können.
Kulturelle Evolution
Hier finden sich die Audio- und Videoplaylisten zum Kurs.
In dieser Vorlesung wird zunächst das Fundament für alle weiteren Vorlesungen gesetzt: Sie thematisiert die Frage, was kulturelle Evolution ist, wie Kultur und Natur voneinander abgegrenzt werden, wozu die Theorie benötigt wird, auf welcher Literaturgrundlage sie fußt und bietet an ihrem Ende bereits den Schlüssel zum Grundverständnis jeglicher kultureller Dynamiken.
Wie kann die kulturelle Evolution in der Politik zur Beeinflussung oder Entwicklung günstiger Strukturen eingesetzt werden? Diese Vorlesung beschäftigt sich mit dem Ziel der kulturellen Evolution, den Selektionskriterien und dem Selektionsdruck sowie der Frage, unter welchen Umständen welches Maß an Dynamik entsteht.
Was haben die Bibel, mein Kampf und das Kapital gemeinsam?
Manche Ideen verbreiten sich besser als andere. In dieser Vorlesung werden wir der Frage auf den Grund gehen, welche Eigenschaften solche Ideen mitbringen, welche Rolle die Medien dabei spielen und wer nach welchen Kriterien entscheidet, was sich verbreitet.
Irgendwas passiert gerade in Deutschland - Der Wert der Gerechtigkeit wird durch den Wert der Loyalität ersetzt, Identität wird immer wichtiger, die Streitigkeiten immer verrohter. Diese Vorlesung erklärt die Hintergründe.
Wer zur Elite gehört und aus wem nicht, entscheidet sich anhand dessen, wer Vorteile akkumulieren und in einen sozialen Aufstieg konvertieren kann. Um welche Vorteile es sich handelt, wie man sie erhält und warum die Oberen immer höher hinauskommen, während die Unteren bleiben, wo sie sind, ist Thema dieser Vorlesung.
Diese Vorlesung thematisiert, was unsere aktuellen Selektionskriterien über unsere Gesellschaft aussagen, welcher Typus Mensch besonders begünstigt ist und wie man durch das Modell der Kaptitalsorten die Spielregeln des Wettbewerbs verändern kann.
Diese Vorlesung analysiert die Mechanik des Parteienwesens - wie Politiker werden, wie sie sind und wie Parteien darüber entscheiden, wen sie an ihre Spitze befördern.
Basierend auf der Arbeit von Jared Diamond wird hier geklärt, wie sich Völker im Kontext ihrer Umwelt entwickelten, wie sie zu Kulturgegenständen und Institutionen kamen - je nach Verfügbarkeit von Ressourcen in ihrem Umfeld.
Diese Vorlesung thematisiert die große Frage: Liegt's am Blut oder an der Umwelt? Dabei wird es unter anderem darum gehen, ob sich Genetik auf die Staatsform auswirken kann, ob es geborene Verbrecher gibt und wie Wunderkinder entstehen. Zudem befasst sich die Vorlesung mit den zahlreichen Wechselwirkungen von Biologie und Kultur.