Sommersemester 22 Lesekreis – Nietzsche | Genealogie der Moral

  1. Friedrich Netzsche schrieb seine “Genealogie der Moral” 1887 in drei Abhandlungen und einer Vorrede. Das Werk zählt heute zu seinen einflussreichsten Schriften – auch wegen seiner Besonderheit, im Gegensatz zu seinen ansonsten aphoristisch geschriebenen Werken einen durchaus wissenschaftlichen Charakter zu besitzen.
  2. Wie der Titel verrät, entzaubert Nietzsche in seinem Buch die Moral und zeichnet ihre gesellschaftliche Evolution nach – von der Archaik bis heute. Da für Nietzsche die Moral ein rein soziologisches Element ist, wird sie durch seine Ausführungen von der Vernunft und jeglicher Metaphysik verbannt.
  3. Nicht nur für die Postmoderne, Sigmund Freud und Michel Foucault war die “Genealogie der Moral” wegweisend. Auch für jegliche Idealismuskritik und Zweifel an humanistischen Letztbegründungen, welche als Axiom für globalistische “Weltrepublik” dienen, ist dieses Werk Nietzsches elementar und sollte von jedem gelesen werden.

Inhalt des Lesekreises

  • Der Lesekreis umfasst 6 Einheiten.
  • Die “Genealogie der Moral” wird zunächst einführend vorgestellt, dann abschnittsweise durchgearbeitet und schließlich in einer Abschlusssitzung hinsichtlich ihrer Bedeutung ausgewertet.
  • Ziel des Seminars ist es, ein umfassendes Verständnis von Nietzsches “Genealogie der Moral” zu entwickeln und die Äußerungen Nietzsches nachvollziehen zu können. Dafür wird die Argumentation Nietzsches genau skizziert und Interpretationen vorgeschlagen.
  • Ein Abschlusstest ermöglicht die Überprüfung des Gelernten und den Ewerb von Kreditpunkten.

 

Für wen ist dieses Seminar geeignet?

  • Das Seminar richtet sich an alle, die endlich mitreden können wollen, wenn von “unserem Philosophen” die Rede ist.

  • Das Seminar ist auch für alle Nietzsche-Kenner geeignet, die Lust haben, tiefer in das Denken Nietzsches einzusteigen und ihr Wissen über Nietzsches Moralkritik zu systematisieren.

1
Lektionen und Dokumente – LK Nietzsche: Genealogie der Moral